Mode und Integration – elegant miteinander verwoben

Teşekkürler heißt Danke. Danke auf Türkisch, der Muttersprache der meisten Frauen von Made auf Veddel. Hier möchten sich die Frauen des Projekts vorstellen und sich bei allen bedanken, die das Projekt möglich gemacht haben und weiter unterstützen.

Made auf Veddel, das Projekt für Frauen von der Veddel

Die Veddel in Hamburg. Früher der Ort, an dem Millionen Auswanderer auf die Schiffsreise in ein besseres Leben in Übersee warteten. Heute der Ort, der stark von Einwanderern geprägt ist. In dieser in sich geschlossenen Welt wurde 2008 von der Modedesignerin Sibilla Pavenstedt der Verein Made auf Veddel gegründet. In einem ehemaligen Ladenlokal im Herzen des Viertels entstand ein Ausbildungs- und Produktionsatelier.

Die Idee der Designerin: Internationale Mode und die Integration ausländischer Frauen elegant miteinander verweben. In ihrer alten Heimat haben viele der Frauen schon als Kinder die Kunst des Häkelns und Strickens gelernt. In ihrer neuen Heimat wird dieses Talent durch die Ausbildung bei Made auf Veddel gefördert und kommt als Teil der Kollektionen von Sibilla Pavenstedt im neuen Gewand auf den Laufsteg.
Gleichzeitig geht es um mehr als Mode. Der Verein verbessert auch Lebensqualität. Denn die Frauen erwirtschaften durch die von ihnen hergestellten Unikate ein eigenes Einkommen, in Kursen stärken sie ihre Deutschkenntnisse und beschenken sich selbst durch das Erreichte mit Selbstbewusstsein. Jedes Stück, das hier in Handarbeit entsteht, trägt stets ein Etikett mit dem Namen der Frau, die es hergestellt hat – als sichtbares Zeichen für die Freiheit, den eigenen Lebensweg selbst zu bestimmen.
Made auf Veddel ist somit Arbeitgeber, Kreativatelier und Wegbegleiter. Seit der Gründung hat das Projekt bereits einer Vielzahl von Frauen die Selbstständigkeit ermöglicht. Der Verein finanziert sich ausschließlich über den Verkauf der Kollektion, Aufträge von Unternehmen und Spenden.