Nevin Dalga

Meine Schwägerin hatte mich angesprochen und mich zu Made auf Veddel gebracht. Die ersten Stücke, etwa ein orangefarbener Schal, fielen mir noch schwer. Nach zweieinhalb Jahren hat sich das geändert. Meine Deutschkenntnisse haben sich stark verbessert und ich stelle auch schwere Stücke, etwa Kapuzenjacken, her. Freundinnen und Nachbarn fragen mich, wie ich das mache und möchten auch bei Made auf Veddel mitarbeiten. Die Arbeit dort ist nicht nur eine Möglichkeit, Geld zu verdienen, es geht auch um das Zusammensein. Ich glaube, dass viele Leute auf der Veddel durch das Projekt aufgewacht sind.